Der Eichenprozessionsspinner ist ein eher unscheinbarer, graubrauner Schmetterling, der von Mitte Juli bis Anfang September aktiv ist. Seine Flügelspannweite beträgt 25 bis 30 Millimetern.
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners haben eine dunkle, breite Rückenlinie mit samtartig behaarten Feldern und rotbraunen, langbehaarten Warzen.
Fortpflanzung
Die Eier (100 bis 200) des Eichenprozessionsspinners überwintern in Eigelegen am Stamm. Sie sind etwa einen Millimeter gross und weiss.
Im April und Mai schlüpfen die Raupen des Eichenprozessionsspinners und gehen in den typisch mehrreihigen Prozessionen auf Wanderschaft.
Zwischen Ende Juni und Anfang Juli verpuppen sich die Larven, um schliesslich Ende Juli bis Anfang August als Schmetterlinge aus den Nestern zu schlüpfen.
Lebensweise
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners gelten als Schädlinge, da sie Lichtungs- oder Kahlfrass verursachen.
Sie leben in grossen Kolonien und durchlaufen sechs Stadien. Ab dem dritten Stadium tragen sie Gifthaare, welche auf der Haut beim Menschen toxische und allergische Reaktionen hervorrufen können.
Der Gefährdungszeitraum des Eichenprozessionsspinners ist ganzjährig, da auch ältere Gespinst- und Häutungsreste die Umgebungsareale kontaminieren und damit die allergene Wirkung der Brennhaare auch noch nach Monaten und sogar Jahren anhält.